Chamosit

Formel:   

(Fe2+,Mg,Fe3+)5Al(Si3Al)O10(OH,O)8                                                                      (9.EC.55; Chlorit-Gruppe).

Ausbildung:

monoklines Kristallsystem; grau, grünlichgrau, braun, schwärzlichgrün, schwarz; überwiegend schuppige, oolithische oder massige Aggregate.

Entdeckung:   

1820 - M. Pierre Berthier; benannt nach der Typlokalität Chamoson (Gemeinde des Bezirks Conthey im französischsprachigen Teil des Kantons Wallis, Schweiz).

Thuringit - ist eine eisenreiche Varietät des Chamosit. Als Typlokalität für die Varietät gilt Wittmansgereuth in Thüringen, Deutschland.

Strigovit (unsicher) - gilt allgemein als ein Silikat der Chlorit-Gruppe und wird oft als Mg-freie Varietät des Chamosit genannt.

Delessit - wird als Fe-reiche Varietät von Klinochlor, aber auch als Mg-reiche Vatietät von Chamosit benannt (Chamosit-Klinochlor-Serie).

Typlokalität:

Schweiz, Kanton Wallis, Bezirk Conthey, Chamoson, Haut de Cry.

Seltenheit:

verbreitet                                                                                            (mineralienatlas: 437 / mindat: 940 Lokalitäten; 2026).

 

 

Chamosit als dunkel graugrüner Thuringit neben Quarz und etwas Goethit

 Wittmannsgereuth, Saalfelder Höhe, Thüringen, BRD

Stufe: 12 x 7 cm

 

 

Thuringit, erkennbar als schuppige, glimmerartige Aggregate

 Detail der links abgebildeten Stufe

Bildbreite: 4 mm

   

 

Chamosit- (Thuringit-) Oolithe eingebettet in Pyrit

 Wittmannsgereuth, 2. Lager, Saalfelder Höhe, Thüringen, BRD

Bildbreite: 3,5 cm

 

Chamosit- (Thuringit-) Oolithe gemeinsam mit Goethit

 Tagebau Asberg bei Schmiedefeld/ Neuhaus, Thüringen, BRD

Stufe: 6 x 5 cm

 

 

Chamosit (Thuringit) in oolithischer Ausbildung (Anschliff)

 Wittmannsgereuth, Saalfelder Höhe, Thüringen, BRD

Stufe: 4,1 x 3,2 cm

 

 

 

Chamosit

Haut de Cry, Chamoson, Conthey, Wallis, Schweiz (TL)

Stufe: 3,5 x 2,1 cm

 

 

Chamosit

 Detail der links abgebildeten Stufe

Bildbreite: 8 mm

 


Strigovit xx neben Stilbit xx auf Mikroklin (blasser Amazonit) und Rauchquarz

Striegau, Swidnicki, Niederschlesien, Polen

Stufe: 8,5 x 6 cm

 

 

Strigovit xx

 Detail der links abgebildeten Stufe

Bildbreite: 2,5 mm

 

                                                                                                        

Quellen: Sammlung und Fotos Matthias Kahl; allg. Mineralbeschreibung nach Mineralienatlas.de, Mindat.org, Handbook of Mineralogy, DeWikipedia und/oder Lapis-Mineralienmagazin

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